Rudolf Silib –  Schloß und Garten in Schwetzingen

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Schwetzingen ist ein angenehmer Ort. Ich erinnere mich Schwetzingen, als wenn ichs vor meinen Augen sehe. Kurfürstin Liselotte. „Schwetzingen n’a été bâti ni prédestiné que pour le divertissement.“ So lesen wir schon in einem Brief vom 6. Juni 1663, den die Herzogin Sophie von Hannover an ihren Bruder, den Kurfürsten Karl Ludwig von der Pfalz, geschrieben hat. Mit diesen in die Vergangenheit, wie in die Zukunft weisenden Wort ist schon damals der Geist, der dieses Schloß und diesen Garten geschaffen und der aus ihm atmet, trefflich beleuchtet worden. Andere Gärten der Barock- oder Rokokozeit mögen weiter in ihrer Ausdehnung, prunkvoller in ihrer Gestaltung, einheitlicher im Stil sein, wenige werden dem Beschauer den sprudelnden Geist seines Bauherrn und seiner Künstler so unmittelbar nahe bringen wie der „hochfürstliche Lustpark zu Schwetzingen“.

Die Etrennes Palatines pour l’année 1769 geben die erste zusammenfassende Beschreibung des Gartens. Wer mehr als hier geboten ist, wissen wollte, wird auf eine „Description des jardins de Schwetzingen“ verwiesen, ein Büchlein, das trotz aller Umfragen in unseren Bibliotheken nirgends aufzufinden war. Nach Vollendung des Gartens haben sich von anderer Zeyber und Leger Verdienste um seine Würdigung erworben; die an Zahl reiche Literatur über Schwetzingen ist nahezu vollständig in der „Badischen Bibliothek“ verzeichnet. Die folgende Darstellung hat manches älteren Beschreibungen zu verdanken, gründet sich aber vor allem auf eigene Anschauung und die Ausbeute der umfangreichen Archivalien im Großherzogl. General-Landes-Archiv in Karlsruhe und dem Mannheimer Altertumsverein – diesem für Überlassung seiner Großpläne – auch hier meine Dankbarkeit auszusprechen, ist mir eine angenehme Pflicht.

Beschreibung

Historisches Deutschland

Nr. 2

Schwetzingen Rudolf Silib –  Schloß und Garten in Schwetzingen

Taschenbuch          166 Seiten        9,95 €

ISBN: 978-3-943948-69-1

Nicht in den Bereich der vergleichenden Darstellung will ich den Schwetzinger Garten ziehen, ich will ihn für sich reden lassen und seine Eigenart nicht durch steten Vergleich mit anderen Gärten entweder gewinnen oder verlieren lassen. Wenn ich versucht habe, mich in der Auswahl des Stoffes zu beschränken, nur Wesentliches in historischer Entwickelung und künstlerisch Bemerkenswertes vor allem im Hinblick auf seinen Stil und den Wandel der Kunstanschauungen zum Ausdruck zu bringen und mehr, als es bisher geschehen ist, bei Kulturbilden verweile, so hoffe ich damit den Leser gefällig.