Dietrich von Bern

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Und es begab sich zu einer Zeit, da Himmel und Erde noch eins und Tag und Nacht noch nicht getrennt waren. Zu jener Zeit, als Götter und Dämonen noch zwischen den Menschen auf Erden wandelten.…“

Volksmärchen sind freie und phantasievolle Erzählungen, die seit undenklichen Zeiten mündlich überliefert wurden. Sie handeln von der Beziehung zwischen Menschen, oft genug in Form von Tieren oder Fabelwesen verändert. Die Märchen nehmen ihren Ausgang im Leben selbst, wobei sie fast nie in den Grenzen des Wirklichen bleiben.

Beschreibung

Märchen, Sagen und Legenden

Herausgeber Erik Schreiber

Nr. 7

Dietrich von Bern

Taschenbuch,   206 Seiten,  9,95 €

ISBN: 978-3-943948-52-3

Dietrich von Bern (benannt nach dem Ortsnamen Bern, mittelhochdeutsch für Verona) ist eine der bekanntesten Sagenfiguren des deutschen Hoch- und Spätmittelalters. Schriftliche Zeugnisse als Heldenlied (Hildebrandslied), Epos (Dietrichepik) oder Prosa (Heldenbücher) lassen sich zwischen dem 9. und 16. Jahrhundert nachweisen, die mündliche Überlieferung ist sicherlich älter. Eine Rolle spielt Dietrich auch im Nibelungenlied. Neben den elf mittelhochdeutschen Dietrichepen in Versen, die immer nur Episoden aus dem Heldenleben Dietrichs zum Thema haben, stellt die skandinavische Thidrekssaga – überliefert in Varianten auf Norwegisch, Schwedisch und Isländisch – einen Sonderfall der Überlieferung dar, weil sie die gesamte Vita des Helden nach (unbekannten) niederdeutschen Quellen in Prosa erzählt. Bereits von der mittelalterlichen Chronistik wurde Dietrich mit Theoderich dem Großen in Verbindung gebracht.

Den originären Erzählungsraum des mit Dietrich bzw. dem altnordischen Þjóðrek erzählerisch verknüpften Reiches von „Attila“ hat Otto Höfler anhand von eddischen Heldenliedern, deren Entstehung noch über Oraltradition älter als die mittelhochdeutschen Dietrichepen datiert wird, in Norddeutschland nahegelegt.